Labrador: Aussehen und Charakter
Der Labrador ist eine mittelgroße bis große Hunderasse mit kräftiger Statur, breitem Schädel und dicht behaarter “Otterrute” – eine zur Spitze hin allmählich verjüngende Rute, die an den Schwanz einer Otter erinnert und ein besonders rassetypisches Merkmal ist. Auch das Fell des Hundes ist durchgehend kurz, dicht, und glatt, mit den Farben Schwarz, gelb oder braun. Alle drei Farben können auch in ein und demselben Wurf vorkommen.
Für wen ist ein Labrador geeignet?
Sein aktives Wesen und die menschenbezogene Art macht den Labrador zu einem beliebten Familienhund. Wie die meisten Hunde braucht auch diese Rasse viel Auslauf, jedoch passt sich der Labrador sehr gut dem Aktivitätsstil des Besitzers an, was ihn zu einer der vielseitigsten Hunderassen macht. Er sollte jedoch nie länger alleine gelassen werden. Der Labrador ist ein ruhiger und ausgeglichener Hund, der freundlich auf Fremde zugeht und sich im sozialen Umfeld sehr wohl fühlt. Beim Labrador handelt es sich um einen Arbeitshund, der äußerst gelehrig ist und sich einfach erziehen lässt – somit ist er auch ein idealer Anfängerhund. Wie andere Retrieverarten hat der Labrador einen besonders ausgeprägten “will-to-please”, dem Willen seinen Haltern zu gefallen. Auch wenn der Bewegungsdrang beim Labrador nicht ganz so hoch ausgeprägt ist wie bei manch anderen Jagdhunden, liebt er es zum Sport mitgenommen zu werden und braucht täglich lange Spaziergänge für eine rassengerechte Haltung.
Du willst einen Labrador kaufen?
Worauf du beim Kauf achten solltest:
Der Preis liegt bei dem Labrador Retriever bei etwa 1000 - 1400 Euro in der Anschaffung für einen reinrassigen Welpen, wobei der schokoladenbraune Labrador der teuerste ist. Die jährlichen Kosten für den Hund liegen bei rund 1500 Euro. Besondere Vorsicht ist bei günstigen Online-Anzeigen geboten, denn gerade bei dieser beliebten Rasse gibt es viele Schwarzzuchten, die nicht bei Züchtervereinen registriert sind. Auch kann das Wesen des Hundes bei Mischlingen deutlich vom rassetypischen Charakter des Labrador Retrievers abweichen.
Was bei der Erziehung der Welpen zu beachten ist:
Der Labrador Retriever wächst relativ schnell und ist nach etwa 12-18 Monaten ausgewachsen und geschlechtsreif. Die frühe und konsequente Erziehung ist auch bei dieser pflegeleichten Rasse notwendig, denn ein unerzogener Hund dieser Größe kostet besonders viel Energie. Die Abgewöhnung des überdrehten Anspringens zur Begrüßung von anderen Menschen und Hunden kann bei dieser kontaktfreudigen Rasse etwas mehr Geduld brauchen.
Der Labrador ist für seinen großen Appetit bekannt, daher gestaltet es sich als einfach, ihn mit Leckerlis zu erziehen. Das Wesen der Hunde ist sensibel, daher sollte vor allem mit positiver Bestärkung gearbeitet werden. Labrador Retriever reagieren besonders auf Lob und Anerkennung sehr gut.
Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Welpen und Junghunde keine bis wenig Treppen steigen sollten. Da das Wachstum schnell erfolgt, überfordern zusätzliche Belastungen den Knochenaufbau und es kann einfacher zu Gelenkschädigungen kommen. Der Knochenbau sollte gerade in den ersten Jahren mit besonders nährstoffreichen Futter unterstützt werden.
Der Labrador ist nicht nur ein toller Begleithund sondern eignet sich besonders für die Erziehung zum Therapiehund oder z.B. als Diabetiker Warnhund.