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Was ist an Weihnachten giftig für Hunde?

Schokolade, Lebkuchen, Rosinen und festliche Dekoration: An Weihnachten gibt es viele Dinge, die für Hunde gefährlich werden können. Besonders neugierige oder verfressene Vierbeiner lassen sich schnell von den Leckereien auf dem Weihnachtstisch verführen. Wir zeigen dir, welche Lebensmittel, Pflanzen und Weihnachtsdekorationen du von deinem Hund fernhalten solltest und was im Notfall zu tun ist.

Welche Weihnachtsleckereien sind für Hunde giftig?

Nicht alles, was uns an Weihnachten schmeckt, ist auch für Hunde geeignet. Einige Lebensmittel sind giftig, andere können Verdauungsprobleme oder ernsthafte Erkrankungen verursachen.

Besonders vorsichtig solltest du bei folgenden Lebensmitteln sein:

  • Schokolade: Enthält Theobromin, das für Hunde giftig ist. Besonders gefährlich sind dunkle Schokolade und Backkakao.

  • Rosinen und Weintrauben: Können bei Hunden akute Nierenschäden verursachen. Bereits kleine Mengen können gefährlich sein.

  • Lebkuchen und Weihnachtsgebäck: Können problematische Zutaten wie Schokolade, Rosinen oder Xylit (Birkenzucker) enthalten.

  • Roher Hefeteig: Kann im Magen weiter aufgehen und durch Gärung Alkohol bilden.

  • Macadamianüsse: Sind für Hunde giftig und können unter anderem Schwäche, Erbrechen und Zittern auslösen.

  • Zwiebeln und Knoblauch: Können die roten Blutkörperchen schädigen.

  • Fettige Weihnachtsgerichte: Können Erbrechen, Durchfall und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigen.

Auch stark gesalzene oder gewürzte Speisen solltest du deinem Hund nicht anbieten.

Schokolade: Eine besondere Gefahr an Weihnachten

Schokolade gehört zu den häufigsten Gefahren für Hunde in der Weihnachtszeit. Sie enthält den Stoff Theobromin, den Hunde deutlich langsamer abbauen als Menschen.

Wie gefährlich die Aufnahme ist, hängt unter anderem von der Schokoladensorte, der gefressenen Menge und dem Körpergewicht deines Hundes ab. Besonders dunkle Schokolade und Backkakao enthalten viel Theobromin.

Mögliche Symptome einer Schokoladenvergiftung sind:

  • Erbrechen und Durchfall

  • Unruhe und starkes Hecheln

  • Vermehrter Durst

  • Zittern und Muskelkrämpfe

  • Erhöhter Herzschlag

Wichtig: Wenn dein Hund Schokolade gefressen hat, solltest du sofort einen Tierarzt kontaktieren – auch wenn er noch keine Symptome zeigt.

Dürfen Hunde Lebkuchen essen?

Lebkuchen ist kein geeignetes Leckerli für Hunde. Je nach Rezept können Zutaten enthalten sein, die für Hunde giftig sind, beispielsweise Schokolade, Rosinen oder Xylit.

Auch ohne diese Zutaten kann Lebkuchen durch seinen hohen Zucker- und Fettgehalt Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Hat dein Hund Lebkuchen gefressen, prüfe möglichst die Zutaten und kontaktiere bei potenziell giftigen Bestandteilen oder unklarer Zusammensetzung umgehend einen Tierarzt.

Weihnachtsdekoration: Vorsicht vor Lametta und Geschenkbändern

Nicht nur Lebensmittel können gefährlich werden. Auch Weihnachtsdekoration birgt Risiken für neugierige Hunde.

Geschenkbänder, Paketschnüre und Lametta können beim Verschlucken zu gefährlichen Verletzungen oder einem Darmverschluss führen.

Zerbrochene Christbaumkugeln können außerdem Schnittverletzungen an Pfoten oder im Maul verursachen.

Achte deshalb darauf, dass dein Hund nicht unbeaufsichtigt mit Weihnachtsdekoration spielt. Entferne Geschenkbänder nach dem Auspacken und platziere zerbrechlichen Baumschmuck außerhalb seiner Reichweite.

Hat dein Hund eine Schnur oder Lametta verschluckt, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Ziehe niemals selbst an einem Band, das aus dem Maul oder After herausragt.

Welche Weihnachtspflanzen sind giftig für Hunde?

Weihnachtsstern, Mistelzweige und andere festliche Pflanzen gehören für viele Menschen zur Weihnachtsdekoration. Einige können jedoch gesundheitliche Beschwerden verursachen, wenn Hunde daran knabbern.

Zu den problematischen Weihnachtspflanzen gehören:

  • Weihnachtsstern: Kann insbesondere Reizungen im Maul, Speicheln und Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

  • Mistel: Kann je nach Art und aufgenommener Menge gesundheitliche Beschwerden auslösen.

  • Amaryllis: Enthält giftige Stoffe, die unter anderem Erbrechen und Durchfall verursachen können.

  • Christrose: Enthält giftige Inhaltsstoffe und kann Magen-Darm-Beschwerden sowie weitere Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

  • Hyazinthen: Besonders die Zwiebeln können bei Aufnahme Beschwerden verursachen.

Stelle solche Pflanzen außerhalb der Reichweite deines Hundes auf. Wenn du vermutest, dass er Teile einer giftigen Pflanze gefressen hat, kontaktiere einen Tierarzt.

Kerzen und Weihnachtsbaum sicher aufstellen

Brennende Kerzen können für neugierige Hunde schnell zur Gefahr werden. Ein wedelnder Schwanz reicht manchmal aus, um eine Kerze umzuwerfen.

Stelle Kerzen deshalb immer außerhalb der Reichweite deines Hundes auf oder verwende LED-Kerzen.

Auch den Weihnachtsbaum solltest du gegen Umkippen sichern. Achte darauf, dass dein Hund nicht an Stromkabeln kaut oder Wasser aus einem Weihnachtsbaumständer trinkt, dem Zusätze beigemischt wurden.

Frostschutzmittel: Auch im Winter eine Gefahr für Hunde

In der kalten Jahreszeit können Hunde mit Frostschutzmitteln in Kontakt kommen. Einige dieser Produkte enthalten Ethylenglykol, das bereits in kleinen Mengen lebensgefährliche Vergiftungen verursachen kann.

Mögliche Symptome sind:

  • Erbrechen

  • Vermehrter Durst

  • Unsicherer Gang

  • Teilnahmslosigkeit

Eine Ethylenglykolvergiftung kann schwere Nierenschäden verursachen.

Bei Verdacht auf die Aufnahme von Frostschutzmittel musst du sofort eine Tierklinik oder einen Tierarzt kontaktieren. Warte nicht auf erste Symptome.

Was tun, wenn dein Hund etwas Giftiges gefressen hat?

Wenn du vermutest, dass dein Hund etwas Giftiges aufgenommen hat, solltest du schnell handeln.

  1. Kontaktiere sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik. Warte nicht, bis dein Hund Symptome zeigt.

  2. Halte wichtige Informationen bereit: Was hat dein Hund gefressen, wie viel ungefähr und wann?

  3. Bewahre Verpackungen oder Reste auf. Sie können bei der Einschätzung der Gefahr helfen.

  4. Löse nicht selbst Erbrechen aus. Ob das sinnvoll und sicher ist, muss ein Tierarzt entscheiden.

Je früher eine mögliche Vergiftung erkannt und behandelt wird, desto besser sind häufig die Behandlungsmöglichkeiten.

So schützt du deinen Hund vor Weihnachtsgefahren

Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du viele Risiken vermeiden:

  • Lass Weihnachtsessen und Süßigkeiten nicht unbeaufsichtigt stehen.

  • Bitte deine Gäste, deinem Hund keine Essensreste zu geben.

  • Bewahre Schokolade und Weihnachtsgebäck sicher auf.

  • Entferne Geschenkpapier, Bänder und andere Verpackungen nach dem Auspacken.

  • Stelle giftige Pflanzen und brennende Kerzen außer Reichweite.

  • Halte geeignete Hundeleckerlis bereit, wenn du deinem Hund etwas Besonderes anbieten möchtest.

So kannst du die Weihnachtszeit gemeinsam mit deinem Hund genießen.

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