Wie wird ein Bandscheibenvorfall beim Hund diagnostiziert?
Wenn dein Tierarzt einen Bandscheibenvorfall vermutet, untersucht er zunächst den Bewegungsapparat und das Nervensystem deines Hundes.
Bei einer neurologischen Untersuchung wird unter anderem geprüft:
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Wie sicher dein Hund laufen kann
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Ob seine Reflexe normal funktionieren
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Ob er seine Pfoten richtig positioniert
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Ob Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Rückenmarks vorliegen
Um einen Bandscheibenvorfall genauer darzustellen, können bildgebende Untersuchungen erforderlich sein.
Besonders häufig kommen dabei MRT oder CT zum Einsatz.
Ein gewöhnliches Röntgenbild kann Veränderungen an der Wirbelsäule zeigen, reicht aber in der Regel nicht aus, um einen Bandscheibenvorfall und die Kompression des Rückenmarks sicher zu beurteilen.
Nicht immer steckt ein Bandscheibenvorfall hinter Rückenproblemen. Auch Erkrankungen wie die Spondylose können zu Beschwerden führen. Erfahre mehr über mögliche Ursachen und Symptome in unserem Artikel zu Rückenschmerzen beim Hund.
Wie wird ein Bandscheibenvorfall beim Hund behandelt?
Die Behandlung hängt davon ab, wie schwer die Beschwerden sind und ob neurologische Ausfälle vorliegen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer konservativen Behandlung und einer Operation.
Konservative Behandlung ohne Operation
Bei leichteren Bandscheibenvorfällen, insbesondere wenn der Hund noch selbstständig laufen kann und keine schweren neurologischen Ausfälle vorliegen, kann eine konservative Behandlung infrage kommen.
Dazu gehören beispielsweise:
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Konsequente Bewegungseinschränkung über mehrere Wochen
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Geeignete Schmerzmittel
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Entzündungshemmende Medikamente, wenn medizinisch angezeigt
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Regelmäßige tierärztliche Kontrollen
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Gezielte Rehabilitation nach der akuten Phase
Wichtig: Die Bewegungseinschränkung dauert häufig länger als nur zehn bis vierzehn Tage. Wie lange dein Hund geschont werden muss, legt der behandelnde Tierarzt fest.
Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder die Schmerzen trotz Behandlung bestehen bleiben, kann eine Operation notwendig werden.
Operation bei einem Bandscheibenvorfall
Bei schweren neurologischen Ausfällen, fortschreitender Schwäche oder Lähmungen kann eine Operation erforderlich sein.
Dabei wird das Rückenmark entlastet, indem das drückende Bandscheibenmaterial entfernt wird.
Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab:
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Wie stark die neurologischen Ausfälle sind
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Ob dein Hund noch selbstständig laufen kann
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Ob das tiefe Schmerzempfinden erhalten ist
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Wie lange die Beschwerden bereits bestehen
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Wo sich der Bandscheibenvorfall befindet
Bei schweren oder rasch fortschreitenden Ausfällen ist eine schnelle Untersuchung und gegebenenfalls Operation besonders wichtig.
Nicht jeder Bandscheibenvorfall muss jedoch operiert werden.
Wie sind die Heilungschancen bei einem Bandscheibenvorfall?
Die Prognose hängt vor allem davon ab, wie stark das Rückenmark geschädigt wurde.
Hunde mit leichten Beschwerden oder erhaltenem Gehvermögen haben häufig gute Chancen, sich mit einer geeigneten Behandlung zu erholen.
Auch viele Hunde, die aufgrund eines Bandscheibenvorfalls nicht mehr laufen können, können nach einer Operation wieder gehfähig werden.
Entscheidend ist unter anderem, ob das tiefe Schmerzempfinden erhalten geblieben ist.
Bei Hunden, die dieses Schmerzempfinden verloren haben, ist die Prognose deutlich vorsichtiger zu beurteilen.
Eine vollständige Genesung lässt sich deshalb nicht für jeden Hund vorhersagen.
Wie lange dauert die Heilung nach einem Bandscheibenvorfall?
Die Erholung kann mehrere Wochen bis Monate dauern.
Bei einer konservativen Behandlung ist zunächst eine konsequente Bewegungseinschränkung wichtig. Anschließend wird die Belastung schrittweise gesteigert.
Nach einer Operation benötigt dein Hund ebenfalls eine Erholungsphase und gegebenenfalls eine längere Rehabilitation.
Bei schweren neurologischen Ausfällen kann es mehrere Monate dauern, bis sich die Bewegungsfähigkeit verbessert.
Manche Hunde behalten trotz erfolgreicher Behandlung Einschränkungen zurück.
Physiotherapie und Rehabilitation
Nach der akuten Behandlungsphase kann eine gezielte Rehabilitation helfen, die Beweglichkeit und Muskulatur deines Hundes zu unterstützen.
Je nach Gesundheitszustand kommen beispielsweise infrage:
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Unterstützte Bewegungsübungen
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Kontrolliertes Gehtraining
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Gleichgewichts- und Koordinationsübungen
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Physiotherapie
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Unterwasserlaufband, wenn medizinisch geeignet
Welche Maßnahmen sinnvoll sind und wann sie beginnen dürfen, sollte mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden.