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Krankheiten und Verletzungen bei Katzen

FIV (Felines Immundefizienz-Virus) bei Katzen

Das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) zählt zu den bedeutenden Viruserkrankungen bei Katzen. Es ähnelt in seinem Verlauf dem menschlichen HIV und beeinträchtigt nach und nach das Immunsystem infizierter Tiere. Besonders Freigängerkatzen mit engem Kontakt zu Artgenossen sind gefährdet. Oft bleibt die Infektion lange unentdeckt. Viele Katzen zeigen zunächst keine Symptome, können das Virus aber dennoch weitertragen.

Was ist FIV?

Das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung bei Katzen, die das Immunsystem dauerhaft schädigt. Laut einer Erhebung der Firma Laboklin wurde FIV in Deutschland bei etwa 3–5,5% der freilaufenden Katzen nachgewiesen.

Einmal infiziert, bleibt die Katze lebenslang Träger des Virus – eine Heilung ist bislang nicht möglich.

Wie gefährlich ist FIV für Katzen?

FIV schwächt nach und nach das Immunsystem. Infektionen, die für gesunde Katzen harmlos sind, können für FIV-positive Tiere lebensbedrohlich werden. Auch Tumorerkrankungen treten gehäuft auf. Die Lebenserwartung kann – je nach Verlauf – deutlich verkürzt sein, manche Katzen leben jedoch über viele Jahre symptomfrei.

Wie wird FIV übertragen?

  • Hauptsächlich durch Bissverletzungen, z.B.  bei Revierkämpfen
  • Seltener durch Blutkontakte oder Geschlechtsverkehr
  • Möglich ist auch die Übertragung von der Mutter auf ihre Welpen während der Trächtigkeit oder bei der Geburt

Besonders gefährdet sind unkastrierte, freilaufende Kater, da sie häufiger in Revierkämpfe verwickelt sind.

Hinweis: Warum Kastration schützt

Die Kastration von Katern und Katzen verringert nicht nur ungewollten Nachwuchs, sondern reduziert auch das Risiko für FIV deutlich – durch geringere Revierkämpfe und weniger Sexualkontakte.

Krankheiten bei FIV-infizierten Katzen

Das FIV-Virus selbst verursacht keine konkreten Symptome, sondern begünstigt Erkrankungen durch das geschwächte Immunsystem. Typisch sind:

  • Entzündungen (z.B. an Augen, Gelenken, Blutgefäßen)
  • Zahnfleisch- und Maulschleimhautentzündungen
  • Anämie (Blutarmut)
  • Gewichtsverlust
  • Nierenerkrankungen
  • Tumoren

Oft verläuft die Erkrankung in mehreren Phasen – zunächst symptomarm oder mit unspezifischen Infekten, Jahre später können schwere Erkrankungen auftreten.

Wie wird FIV diagnostiziert?

FIV wird durch einen Antikörpertest im Blut nachgewiesen.

Wichtig: Die Antikörperbildung erfolgt erst mehrere Wochen nach der Infektion – ein früher Test kann deshalb ein falsch negatives Ergebnis liefern. Bei Verdacht sollte ggf. mehrfach getestet werden.

Was tun bei Verdacht auf FIV?

Unser Tierärzteteam ist für Dich da – mit dem Agria Vet Guide.
Ob bei Fragen zu FIV oder bei allgemeinen Sorgen um Deine Katze – wir beraten Dich fundiert, individuell und bequem von zu Hause aus.

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Fragen & Antworten zu FIV

Wie ansteckend ist FIV?

FIV ist vor allem durch Bisswunden übertragbar. Eine Übertragung beim normalen sozialen Kontakt (z. B. gemeinsame Futternäpfe) ist sehr unwahrscheinlich.

Ist FIV auf Menschen übertragbar?

Nein. FIV ist nicht zoonotisch und stellt keine Gefahr für den Menschen dar.

Darf eine FIV-positive Katze nach draußen?

Nein. Infizierte Katzen sollten im Haus gehalten werden – zum Schutz anderer Katzen und zur eigenen Sicherheit. Sie sind anfälliger für Infektionen und sollten keiner unnötigen Gefahr ausgesetzt werden.