Langzeitbehandlung und Erhaltungsdosis
Einige Katzen benötigen Kortison über längere Zeit, manchmal lebenslang. Dann wird meist die niedrigste mögliche Dosis verwendet, vorzugsweise jeden zweiten Tag (Erhaltungsdosis), um das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind dabei wichtig, insbesondere zur Überwachung der Leberwerte und des Blutzuckers.
Absetzen von Kortison
Kortison darf niemals abrupt abgesetzt werden, insbesondere nicht nach einer Langzeitbehandlung. Das Ausschleichen muss langsam und gemäß dem Therapieplan des Tierarztes erfolgen, um das Risiko einer Nebennierenrindeninsuffizienz (die Nebennieren produzieren nicht mehr genügend eigenes Kortisol) und anderer schwerwiegender Komplikationen zu vermeiden.
Kortisonpräparate für Katzen: Tabletten, Salben, Tropfen
Die häufigste Form sind Kortisontabletten, die oral verabreicht werden und vor allem bei längeren Behandlungen zum Einsatz kommen. Auch Injektionen sind üblich. Die folgenden Präparate werden bei Katzen seltener eingesetzt, können aber bei besonderen Bedürfnissen oder lokalen Problemen sinnvoll sein:
- Kortisontabletten – die gebräuchlichste Form, werden oral verabreicht.
- Injektionen – vom Tierarzt verabreicht. Manchmal wird ein Depotpräparat verwendet, das über längere Zeit wirkt, sodass die Behandlung nicht so häufig wiederholt werden muss.
- Inhalator – wird vor allem bei Asthma und bestimmten Atemwegserkrankungen eingesetzt. Kortison gelangt dabei über eine Maske und einen Inhalator direkt in die Lunge, wodurch Nebenwirkungen im restlichen Körper reduziert werden.
- Augen- oder Ohrentropfen – zur lokalen Behandlung von Entzündungen.
- Kortisonsalbe/-creme – wird bei Katzen selten angewendet, da sie die Medikamente gerne ablecken. Bei lokaler Behandlung wird meist eine Halskrause verwendet.