Wenn du vermutest, dass deine Katze schlecht hört, kannst du ihr Reaktionsvermögen zu Hause vorsichtig beobachten. Mache beispielsweise ein Geräusch hinter ihr, während sie dich nicht sehen kann. Du kannst dafür leicht in die Hände klatschen oder einen Schlüsselbund schütteln.
Reagiert deine Katze nicht, kann das ein Hinweis auf Hörverlust sein. Allerdings sind solche Tests nicht zuverlässig: Katzen können auch nur auf einem Ohr taub sein oder auf Vibrationen statt auf Geräusche reagieren.
Für eine sichere Diagnose solltest du deine Katze tierärztlich untersuchen lassen. Der Tierarzt kontrolliert die Ohren und kann bei Bedarf einen speziellen Hörtest veranlassen. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung des Mittel- oder Innenohrs, kann auch eine CT-Untersuchung notwendig sein.
BAER-Test: Wie funktioniert ein Hörtest bei Katzen?
Der BAER-Test (Brainstem Auditory Evoked Response), auch Hirnstammaudiometrie genannt, misst die elektrischen Reaktionen des Gehirns auf Geräusche.
Damit lässt sich objektiv feststellen, ob eine Katze hört und ob ein Hörverlust auf einem oder beiden Ohren vorliegt. Der BAER-Test gilt als zuverlässigste Methode zur Untersuchung des Hörvermögens bei Katzen und wird in spezialisierten Tierkliniken angeboten.