Symptome einer Darmentzündung
Die Symptome können je nach betroffenem Darmabschnitt unterschiedlich sein. Einige Symptome treten häufiger bei Entzündungen des Dünndarms auf, andere bei Entzündungen des Dickdarms (Kolitis). Hier sind die häufigsten Symptome beider Formen:
- Weicher oder wässriger Kot (Durchfall)
- Häufigerer Kotabsatz
- Blähungen und laute Darmgeräusche
- Verminderter Appetit
- Blut im Kot
- Bauchschmerzen
- In einigen Fällen Erbrechen, Dehydrierung, Müdigkeit oder Gewichtsverlust
Schleim im Kot – Anzeichen für eine Kolitis
Eine Entzündung des Dickdarms (Kolitis) kann zu häufigem Kotabsatz sowie zu Pressen führen, ohne dass weiterer Kot ausgeschieden wird. Dies kann manchmal mit Verstopfung verwechselt werden. Eine Schleimschicht um den Kot ist ein recht typisches Anzeichen, und der Kot kann in manchen Fällen auch blutig sein.
Symptome einer Dickdarmentzündung
- Pressen beim Kotabsatz, manchmal ohne Ergebnis
- Durchfall in unterschiedlicher Stärke
- Häufiger Kotabsatz
- Schleim um den Kot
Akute Darmentzündung beim Hund
Eine akute Magen-Darm-Entzündung beim Hund tritt plötzlich auf und ist relativ häufig. Die Aufnahme ungeeigneten Futters oder ein schneller Futterwechsel können eine mögliche Ursache sein. Auch Parasiten können eine Ursache sein, insbesondere bei Welpen. Unverträglichkeiten können ebenfalls wiederkehrende Episoden von weichem Kot oder Durchfall und Appetitlosigkeit verursachen. Unkomplizierter Durchfall klingt meist mit Schonkost und ausreichender Flüssigkeitszufuhr ab - bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist jedoch eine tierärztliche Untersuchung erforderlich.
Chronische Darmentzündung beim Hund
Eine chronische Darmentzündung kann beim Hund zum Beispiel durch zugrunde liegende Unverträglichkeit oder eine entzündliche Darmerkrankung (IBD) verursacht werden. Bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden. Für die Diagnose sind häufig Blutuntersuchungen, Ultraschall und manchmal eine Endoskopie erforderlich, bei der Gewebeproben aus dem Darm entnommen werden.
Andere Erkrankungen, die Magen und Darm beeinflussen können
Bestimmte Erkrankungen anderer Organe können den Magen-Darm-Trakt mit involvieren und ebenfalls Symptome wie Erbrechen und/oder Durchfall verursachen. Dazu gehören beispielsweise eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, Autoimmun- oder hormonelle Erkrankungen, sowie Leber- und Nierenerkrankungen. Wiederholtes oder starkes Erbrechen kann auch ein Hinweis auf einen Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt sein.
Behandlung einer Darmentzündung
Die Behandlung hängt davon ab, ob die Entzündung akut oder chronisch ist. Akute Fälle werden oft mit Schonkost und Probiotika behandelt. Chronische Fälle erfordern häufig eine umfassendere Untersuchung und eine langfristige Behandlung mit Spezialfutter, Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. Vitamin B12 und/oder Folsäure). In einigen Fällen ist auch eine medikamentöse Behandlung notwendig.
Was kann ich selbst tun?
Bei leichtem Durchfall (und ungestörtem Allgemeinbefinden) kannst Du Folgendes versuchen:
- Schonkost in kleinen Portionen füttern
- Sicherstellen, dass Dein Hund jederzeit Zugang zu frischem Wasser hat
Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?
- Die Kotkonsistenz normalisiert sich nicht innerhalb von 1–2 Tagen mit Schonkost
- Allgemeinzustand verschlechtert sich und/oder Appetit oder Durst sind vermindert
- Blutiger Durchfall
- Starkes Erbrechen oder wenn der Hund keine Flüssigkeit bei sich behält
- Gewichtsverlust
- Wiederkehrende Beschwerden
Zur Diagnostik werden oft Blutproben entnommen, sowie Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. In manchen Fällen werden auch Gewebeproben aus dem Darm genommen.
Welpen sind empfindlicher
Junge Welpen und Senioren haben meist weniger “Reserven”, trocknen schneller aus und sollten deshalb schneller einem Tierarzt vorgestellt werden.
Prognose bei Darmentzündung beim Hund
Die Prognose hängt von der Ursache der Symptome ab. Eine akute Darmentzündung bessert sich meist schnell mit der richtigen Ernährung und unterstützender Behandlung. Eine chronische Darmentzündung erfordert dagegen weiterführende Untersuchungen und eine angepasste Behandlung. Mit der richtigen Therapie können die Symptome gelindert und Rückfälle reduziert werden, sodass der Hund ein aktives und gutes Leben führen kann.