Der Läufigkeitszyklus einer Hündin besteht aus vier Phasen: Vorbrunst, Brunst, Nachbrunst und Ruhephase.
1. Vorbrunst (Proöstrus)
Die Vorbrunst dauert durchschnittlich etwa 7 bis 10 Tage.
Typische Anzeichen sind:
Die Hündin ist in dieser Phase normalerweise noch nicht deckbereit und weist Rüden häufig zurück.
2. Brunst (Östrus)
Die Brunst dauert häufig etwa 5 bis 9 Tage, kann aber individuell variieren.
In dieser Phase ist die Hündin deckbereit und kann trächtig werden. Der Ausfluss wird oft heller und wässriger.
Typisch ist das sogenannte Duldungsverhalten: Die Hündin bleibt stehen und legt den Schwanz zur Seite, wenn sich ein Rüde nähert.
Wichtig: Die fruchtbaren Tage lassen sich nicht zuverlässig allein anhand der Blutung oder des Verhaltens bestimmen.
3. Nachbrunst (Diöstrus/Metöstrus)
Die Nachbrunst dauert etwa zwei bis drei Monate. Während dieser Zeit steht der Körper unter dem Einfluss des Hormons Progesteron, unabhängig davon, ob die Hündin trächtig ist.
Manche Hündinnen entwickeln in dieser Phase eine Scheinträchtigkeit.
4. Ruhephase (Anöstrus)
Die Ruhephase dauert mehrere Monate. Der Hormonhaushalt befindet sich auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und die Gebärmutter regeneriert sich, bevor der nächste Zyklus beginnt.