Spaniel auf Sessel vor dem Weihnachtsbaum
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Weihnachten mit Hund: So werden die Feiertage stressfrei

Weihnachten bedeutet für viele Menschen gemütliche Stunden mit der Familie, leckeres Essen und Geschenke. Für Hunde können der ungewohnte Trubel, viele Besucher und veränderte Abläufe allerdings stressig sein. Mit ein paar einfachen Vorbereitungen sorgst du dafür, dass auch dein Hund die Weihnachtszeit entspannt genießen kann.

1. Schaffe einen ruhigen Rückzugsort

Gerade wenn Besuch kommt, braucht dein Hund einen Ort, an dem er sich ungestört ausruhen kann.

Richte ihm einen gemütlichen Schlafplatz in einem ruhigen Raum ein. Wichtig ist, dass dein Hund diesen jederzeit freiwillig aufsuchen und wieder verlassen kann.

Erkläre auch deinen Gästen, dass sie ihn dort nicht stören sollen. Das gilt besonders für Kinder, die gerne mit dem Hund spielen oder kuscheln möchten.

2. Behalte die gewohnten Routinen bei

An Weihnachten läuft vieles anders als sonst. Für deinen Hund sind feste Abläufe jedoch wichtig, weil sie ihm Sicherheit geben.

Versuche deshalb, seine gewohnten Fütterungszeiten, Spaziergänge und Ruhephasen möglichst beizubehalten.

Auch ruhige Beschäftigungen können helfen, beispielsweise:

  • Schnüffelspiele und Futtersuchspiele

  • Schleckmatten mit hundegeigneten Leckereien

  • Geeignete Kauspielzeuge

  • Entspannte Spaziergänge abseits des Weihnachtstrubels

Achte darauf, dass dein Hund zwischen den Aktivitäten ausreichend Zeit zum Schlafen und Ausruhen hat.

3. Erkenne Stress bei deinem Hund

Nicht jeder Hund zeigt deutlich, wenn ihm der Weihnachtstrubel zu viel wird. Manche ziehen sich zurück, andere werden unruhig.

Mögliche Anzeichen für Stress beim Hund sind:

  • Häufiges Hecheln ohne körperliche Anstrengung

  • Unruhe und Schwierigkeiten, sich zu entspannen

  • Vermehrtes Lippenlecken oder Gähnen

  • Zittern oder eine angespannte Körperhaltung

  • Rückzug oder Verstecken

  • Übermäßiges Belecken der Pfoten oder Kratzen

Beobachte deinen Hund aufmerksam und ermögliche ihm eine Pause, wenn du solche Anzeichen bemerkst.

Wichtig: Diese Symptome können auch auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Treten sie plötzlich, stark oder anhaltend auf, solltest du sie tierärztlich abklären lassen.

4. Bereite deinen Hund auf Weihnachtsbesuch vor

Viele Gäste, fremde Gerüche und ungewohnte Geräusche können deinen Hund überfordern.

Lass ihn möglichst selbst entscheiden, ob er Kontakt zu deinen Gästen aufnehmen möchte. Niemand sollte ihn bedrängen, festhalten oder zum Streicheln auffordern.

Besonders wichtig ist, dass Kinder und Hunde nicht unbeaufsichtigt zusammenbleiben.

Wenn dein Hund gerne kaut oder schleckt, kannst du ihm während des gemeinsamen Essens eine geeignete Beschäftigung anbieten. So kann er sich abseits des Trubels entspannen.

5. Vorsicht beim Weihnachtsessen: Das darf dein Hund nicht fressen

An Weihnachten landen viele Leckereien auf dem Tisch, die für Hunde ungeeignet oder sogar giftig sein können.

Diese Lebensmittel solltest du von deinem Hund fernhalten:

  • Schokolade: Enthält Theobromin, das für Hunde giftig ist.

  • Rosinen und Weintrauben: Können bereits in kleinen Mengen schwere Nierenschäden verursachen.

  • Zwiebeln und Knoblauch: Können die roten Blutkörperchen schädigen.

  • Fettige Speisen: Können Magen-Darm-Beschwerden und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigen.

  • Roher Hefeteig: Kann im Magen aufgehen und durch die Gärung Alkohol bilden.

  • Macadamianüsse: Sind für Hunde giftig.

  • Stark gesalzene Speisen: Können insbesondere in größeren Mengen gesundheitliche Probleme verursachen.

Auch Weihnachtsgebäck kann gefährliche Zutaten enthalten. Besonders bei zuckerfreien Produkten solltest du auf Xylit (Birkenzucker) achten, das für Hunde hochgiftig ist.

Bitte deine Gäste deshalb, deinem Hund nichts vom Weihnachtstisch zu geben.

Hat dein Hund möglicherweise etwas Giftiges gefressen? Kontaktiere umgehend einen Tierarzt oder eine Tierklinik. Warte nicht darauf, dass erste Symptome auftreten.

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6. Achte auf Weihnachtsdekoration und Kerzen

Nicht nur das Weihnachtsessen birgt Risiken. Auch die Dekoration kann für neugierige Hunde gefährlich werden.

  • Stelle brennende Kerzen außerhalb der Reichweite deines Hundes auf.

  • Sichere den Weihnachtsbaum gegen Umkippen.

  • Vermeide zerbrechlichen Baumschmuck in Bodennähe.

  • Achte darauf, dass dein Hund keine Geschenkbänder oder Lametta verschluckt.

  • Verstaue Kabel und Lichterketten möglichst sicher.

Besonders bei jungen und neugierigen Hunden lohnt es sich, die Weihnachtsdekoration vorab aus Hundeperspektive zu überprüfen.

Häufige Fragen zu Weihnachten mit Hund

Warum ist Weihnachten für Hunde stressig?

Viele Besucher, ungewohnte Geräusche, neue Gerüche und veränderte Tagesabläufe können Hunde verunsichern. Besonders empfindliche Hunde benötigen deshalb ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe.

Wie kann ich meinen Hund an Weihnachten beruhigen?

Behalte möglichst seine gewohnten Routinen bei, biete ihm einen ruhigen Rückzugsort und vermeide erzwungene Kontakte mit Gästen. Ruhige Beschäftigungen wie Schnüffelspiele können zusätzlich helfen.

Was darf mein Hund an Weihnachten essen?

Am besten bleibt dein Hund bei seinem gewohnten Futter. Als besondere Belohnung eignen sich kleine Mengen hundegeeigneter Leckereien. Gewürzte, fettige oder potenziell giftige Weihnachtsgerichte solltest du vermeiden.

Was mache ich, wenn mein Hund an Weihnachten Schokolade gefressen hat?

Kontaktiere sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik. Wie gefährlich die Aufnahme ist, hängt unter anderem von der Schokoladensorte, der gefressenen Menge und dem Körpergewicht deines Hundes ab. Versuche nicht, selbst Erbrechen auszulösen.